[Rezension] Sklavenkind

Rezension „Sklavenkind – Verkauft, verschleppt, vergessen – Mein Kampf für Nepals Töchter“ von Urmila Chaudhary und Nathalia Schwaiger

Gleich vorweg, ich werde diesem Buch keine Bewertung im Sinne von Sternen geben, weil es kein Fantasyroman ist sondern die Wirklichkeit und wer kann diese bewerten.

41RHHz+Md8L._SL500_AA300_Inhalt (Klapptext)

Bittere Armut zwingt viele Familien in Nepal dazu, ihre Töchter als sogenannte Kamalari zu verkaufen. Einmal im Jahr werden regelrechte Märkte abgehalten, wo sechsjährige Mädchen in die Sklaverei verkauft und – zum Teil für immer – von ihren Eltern getrennt werden. Ihre Kindheit und Jugend verbringen sie im Besitz reicher Familien, sie müssen hart arbeiten, bekommen nur das Nötigste zu essen, viele von ihnen werden misshandelt, einige sogar missbraucht. Obwohl die Sklaverei in Nepal offiziell verboten ist, hält das Unrecht bis heute an. Auch Urmila wurde als Kind von ihren Eltern verkauft. Als sie siebzehn war, endet ihr Martyrium. Seitdem hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, für die Freiheit der Kamalari zu kämpfen. Sie organisiert Demonstrationenszüge, verhandelt mit Politikern und hat nun dieses Buch geschrieben, um die Welt auf das Schicksal der Kamalari aufmerksam zu machen.
In Sklavenkind erzählt Urmila ihre Geschichte und beschreibt ihren beeindruckenden Werdegang von der Kamalari zur Hoffnungsträgerin.

Meine Meinung

Es war erschreckend festzustellen, welche Sitten doch noch in anderen Ländern herrschen. Natürlich ist mehr klar, dass noch viele Menschen in Armut leben, keine fließend warmes Wasser oder Strom haben. Doch das esin Nepal doch noch „geduldete“ Sklaverei gibt, finde ich sehr heftig. Die kleinen Mädchen werden einfach aus ihren familären Verhältnissen gerissen und müssen bei Fremden leben. Dort werden nur die Wenigesten gut behandelt. Da Mädchen in Nepal nicht mal viel Wert sind, stören sich nicht alle um deren Lebensumstände. Viele Frauen fürchten fast Mädchen zur Welt zu bringen. Mädchen und Frauen müssen die meiste Arbeit verrichten und nur die Wenigsten dürfen zur Schule gehen.

Das Buch „Sklavenkind“ beschreibt in Tagebuchform das Leben von Urmila. Ihr Leben als Kamalari und ihr Kampf gegen die Sklaverei und für die Bildung von Mädchen. Die Geschehnisse sind sehr gut geschrieben, ich konnte mir vieles zwar nur schwer vorstellen, da es mir nicht möglich scheint, dass es sowas gibt.
Die Bilder in der Mitte des Buches, waren sehr schön, so bekam ich ein gutes Bild von Urmila und ihrer Familie, sowie ihrer traditionellen Kleidung.

Besonders erschrocken, war ich darüber, dass es alles sehr aktuell ist, Urmila ist ca. drei Jahre jünger als ich. Würde ich in ihrer Welt leben, hättes es mir auch so gehen können. Diese ganzen Ereignisse sind nicht einer alten Frau vor vielen Jahren passiert, sondern sie sind aktuell, es gibt sie noch.

Wie bereits geschrieben, wird dieses Buch keine Bewertung in Sternen erhalten. Denn ich kann doch nicht das Leben von Urmila bewerten. Ich kann sie nur bewundern, dass sie als junge Frau so eine inner Stärke und Mut hat. Und das sie die Kraft hat für den Kampf ihrer Leidesgenossinnen.

Fakten

Autorin: Urmila Chaudhary
Titel: Sklavenkind
Verlag: Knaur
Jahr: 2011
Seiten: 315
Preis: 16,99 €uro
ISBN: 978-3-426-65497-2
Hardcover

Mein Dank für dieses bewegende Buch geht an Lovelybooks und Knaur.

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