[Rezension] Die Oger

Rezension „Die Oger“ von Stephan Russbült

Das Buch habe ich mit einigen Mitgliedern aus der Lübbe-Community gemeinsam in einer Leserunde gelesen. Der Autor hat uns begleitet und viele Fragen beatwortet, manchmal aber auch neue aufgeworfen.

Die OgerInhalt

Modga ein typischer Vertreter seiner Art, die Oger, legt sich öfters mit einem alten Mann an, da dieser in der Nähe seines Winterquartiers haust und so schöne fette Schafe hat, die sich wunderbar als Mahlzeit eignen. Der alte Mann hat Modga zwei „Killer“ hinterher geschickt, aber die haben gegen einen Oger keine Chance. Der alte Mann ist ein Zaubrer, doch durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle nockt er sich selbst aus. Modga durchsucht ihn und nimmt ein Amulett an sich. Welches seine Welt völlig auf den Kopf stellt, plötzlich steckt er in einem Krieg zwischen Menschen und den Anhängern Tabals und nur er und ein kleines Mädchen können den schrecklichen Kampf aufhalten. Werden sie es schaffen? …

Bewertung

„Die Oger“ spielt in einer Fantasiewelt, die dem Mittelalter ähnelt. Das Leben der Menschen in den Dörfern und Städten mit Stadtwachen, und einer Hierachrie vom König bis zu den Bettlern. Gereist wird mit dem Pferd, Schiff oder zu Fuß. Der Autor gibt die Geschichte aus vielen Persepktiven wieder, wobei immer die Gefühle und Gedanken der jeweiligen Person im Vordergrund stehen. Mogda, Cindiel, Lord Felton, Matscha und die anderen. Da der Autor den jeweiligen Charakteren genügend Tiefe gibt und jedes Mal mit bangen zu können und zu fluchen, wenn sich die Perspektive wechselt, beschwere ich mich dieses Mal nicht über die Perspektivenwechsel. Normalerweise mag ich das nämlich nicht so. Da mir die Geschichte dann in Nebensächlichkeiten verläuft und die Charaktere einfach zu flach bleiben.

Stephan Russbült beweist viel Fantasy, die ganzen Wesen, ob Oger, Trolle, Orks, Menschen, Nesselschrecken und viele anderen werden sehr detailliert und bildhaft beschrieben. Manchmal konnte man sich direkt vor den Wesen gruseln. Auch hat er seinen ganz eigenen Humor, viel schwarzen vor allem. Das hat sich auch während der Leserunde bestätigt.

„Was ist?, fragte Modga, warten wir jetzt, bis einer von uns an Altersschwäche stibt oder hungern wir uns gegenseitig aus? Du … du … du sprichst, stammelte der Alte. Du, du, du auch, aber du stotterst ganz furchtbar, entgegnete Mogda.“

Russbült schafft es, viele verschiedene und doch zusammenhängende Geschichten am Ende zu einem Finale zusammenzuführen. Nicht immer lässt sich erkennen welches Ereignis wohin führt, dies ist ein riesen Plus für den Spannungsfaktor, der Leser muss weiterlesen um zu wissen was nun passieren wird. Dazwischen sind so viele lustige unvorhersenbare und unmögliche Ereignisse.

Modga, der Oger, selten waren Oger der Mittelpunkt einer Geschichte. Er ist recht sympathisch, irgendwie denkt und leidet man mit ihm. Da er nicht weiß wo er nun zugehört. Er zeigt eine sehr philosophische Seite. Aber auch die anderen Oger sind doch anders wie gedacht. Es steckt mehr Gefühl in ihnen, als man sonst meint.

Der einzige große Nachteil an der Art von Russbült, ist die extreme Komplexität. Sehr schnell kann man was überlesen, hat einen wichtigen Hinweis aus den Seiten davor vergessen und die Zusammenhänge werden nicht sofort klar.

Fazit

Der etwas andere „Held“ (die Oger) bringt den Leser in eine schöne aber komplexe Fantasiewelt. Der Auftakt der Oger-Trilogie ist sehr gelungen. Und ist eine geschlossene Geschichte für sich. Es bleiben zwar noch Fragen offen, aber diese Ereignisse sind abgeschlossen. Wer sich mal an andere Charaktere wagen möchte und eine andere Art von Humor sucht. Ist bei „die Oger“ gut aufgehoben.

Autor: Stephan Russbült
Titel: Die Oger
Verlag: Lübbe
Jahr: 2008
Seiten: 494
Preis: 8,99 €uro
ISBN: 978-3-404-20635-3
Taschenbuch

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