[Rezension] Was das Leben mit der Liebe macht

Rezension „Was das Leben mit der Liebe macht“ von Erwin Koch

Verlag: Groothuis
Jahr: 2011
Seiten: 132
Preis: 19,90 €uro
ISBN: 978-3862600243
Hardcover mit Schutzumschlag

Inhalt (Klapptext)

Erwin Koch erzählt Geschichten von dem, was die Liebe aushalten muss, wenn sie vom Leben gefordert ist: Was wird aus ihr, der Liebe, wenn sie vom Schicksal bedrängt wird, von Armut, Alter, Krankheit, Behinderung? Was wird, wenn der Schein trügt? Die Geschichten zeigen die polarisierende Kraft von Literatur: Dem einen mögen sie zu traurig sein, der anderen sind zu großartig – aber niemanden lassen sie gleichgültig. Denn dieses Buch entwickelt seine Wucht auch aus seiner Sprache, die ihre Klasse aus der Nüchternheit gewinnt. Und damit den Leser zum Mitfühlenden macht.

Umgebung

Der Schreibstil von Erwin Koch ist protokollartig. Er schreibt in kurzen, teils abgehackten Sätzen, sehr nüchtern und neutral. Seine Schreibweise ist emotionslos und wertfrei. Die einzelnen Kurzgeschichten spiegeln unterschiedlichste Regionen und Zeit wieder. Ein neutraler Er-Erzähler berichtet über die Ereignisse.

Personen

Aus der Vielzahl der Kurzgeschichten lassen sich speziell keine Personen beschreiben. Es geht meist um Mann und Frau und deren Familien. Niemand ist sterotypisch. Was aber auch auf die unterschiedlichen Lebensumstände zurückzuführen ist.

Bewertung

Ich hab das Buch beim Adventskalender von lovelybooks gewonnen. Anhand des Klapptextes lies sich noch nicht viel erahnen. Ich hatte mir aber eher „glücklichere“ Geschichten vorgestellt und war somit doch nach den ersten etwas schokiert, aber auch traurig. Ich frage mich, ob ich eine solche Selbstaufgabe, wie einige der Personen in den Kurzgeschichten hinbekommen würde. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass die Liebe so stark sein kann. Mag aber auch daran liegen, dass ich selbst noch nicht in einer solchen Situation war. Ich Nachwort macht der Autor noch einmal deutlich, dass es sich um realen Personen und ihr Leben handelt und das macht viele der Geschichten noch ergreifender. Trotz einer gefühlslosen Sprache, treffen einen die Geschichten mitten ins Herz. Egal ob die Zeit, der Ort und die Erlebnisse, alles berührt einen. Nicht jede Geschichte wirkt gleich stark auf einen. Da wird wohl wieder jeder seinen eigenen Geschmack haben.

Cover

In einem dunklen rose Ton gehalt, wirkt es sehr warm und erinnert einen an die Liebe. Das Pärchen in einem dunkeln Ton abgedruckt spiegelt die Personen aus den Geschichten gut wieder. Die meisten waren in den 70/80er Jahren „jung“.

Fazit

Gefühlvoll zwischen den Zeilen. Anfangs wirkt der abgehackte, nüchterne Schreibstil ungewöhnlich, aber man findet schnell hinein. Genauso schnell findet man in das Leben hinein und wie das Leben einem manchmal einen Strich durch die Rechnung macht.

 Stern blauStern blauStern blauStern blauStern leer

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Was das Leben mit der Liebe macht

  1. Gero 16. Februar 2012 / 0:31

    Toller Beitrag.Ich habe einige gute Gedankenanstoesse gekriegt. Freue mich schon auf neue Posts.

    Gefällt mir

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