[Rezension] Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Rezension „Die unwahrscheinliche Pilgerreise von Harold Fry“ von Rachel Joyce

 
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold FryAutorin: Rachel Joyce
Titel: Die unwahrscheinliche Pilgerreise von Harold Fry
Jahr: 2012
Verlag: Krüger (FJB)
Seiten: 384
Preis: 18,99 €uro
ISBN: 978-3810510792
Hardcover mit Schutzumschlag

Inhalt

Harold erhält von einer alten Bekannten, Quinnie, einen Abschiedsbrief. Sie hat Krebs im Endstadium. Daher beschließt er ihr einen Brief zu schreiben, 20 Jahre hatte er nichts von ihr gehört. Auf dem Weg zu Briefkasten, kamen ihm seine Worte unzureichend vor. Sie drückten nicht wirklich aus, was er sagen wollte. Also gin er weiter, bis er beschloss den ganzen Weg zu ihr zu gehen. 1000 km zu Fuß. Auf seiner Reise erlebt Harold viel, lernt Neues, verarbeitet Altes und findet am Ende …

Umgebung

Die Reise von Harold spielt in England, sie ist nicht genau datiert. Passt aber in die heutige Zeit, plus minus einiger Jahre. Die Autorin berichtet aus der Ich-Perspektive von Harold und manchmal auch aus der Sicht seiner Frau Maureen. Die Autorin schreibt sehr sanft und einfühlsam.

Personen

Harold ist nun ein halbes Jahr in Pension und weiß so recht nichts mit sich anzufangen. Er und seine Frau haben sich auseinander gelebt, nicht mal streiten können sie mehr. Auf der Reise findet er wieder zu sich selbst, erkennt seine Fehler und ist bereit sie wieder gut zu machen. Insoweit dies gehen kann. Er hatte eine schwierige Kindheit und sein einziges Ziel war es nicht aufzufallen. Arbeiten gehen, aber nicht befördert werden, er hat kaum Freundschaften geschlossen. Harold will/wollte nicht auffallen.

Maureen hat sich sehr in sich zurück gezogen, lebt nur noch für David, ihren Sohn, aber das reicht nicht. Harold ist einfach nur noch da. Als er geht, fängt auch sie an, nachzudenken, erkennt auch die ihren Fehler und bangt und hofft, dass sie und Harold weiterhin eine gemeinsame Zukunft haben.

Bewertung

Sehr überrascht, habe ich das Buch ausm Briefkasten gezogen. Ich hatte gar nichts mehr erwartet. Dann habe ich den tollen Zettel gelesen, der dabei lag und fand die Aktion einfach klasse. Doch erst Montag fand ich ein wenig Zeit, dass Buch anzufangen, aber gestern erst, konnte ich einen Großteil lesen. Eigentlich nicht mein typisches Beuteschema, aber auch mich hat das Buch nicht losgelassen. Doch Anfangs hatte ich auch Startschwierigkeiten, „wie der läuft nun durch England, total untrainiert und planlos, das wird ja was“ da war ich wohl wie viele der Skeptiker aus dem Buch. Aber das Buch hat mich gefesselt und ich habe mich im Laufe das Buches gefragt, schafft Harold die Strecke, lebt Quinnie so lange und wie geht es ihr wirklich, was hat Harold und Maureen sich so fremd werden lassen?

Dieses Buch ist sehr sanft und einfühlsam. Gibt einem Denkanstöße Menschen mit anderen Augen zu sehen. Jeder hat seine Geschichte/Geheimnisse, nur nicht jeder trägt sie auf der Zunge oder hat jemanden, den man diese anvertrauen kann.

Harold hat auf seiner Reise oft Zweifel und stößt auf das ein oder andere Hindernis. Doch der Glauben, der anderen an ihn führt ihn weiter, ihre Zuversicht und Unterstützung tragen ihn immer weiter. Doch auch die Zweifel und Skepsis der anderen wirft ihn zurück. Spoiler>> Doch gegen alle Widrigkeiten schafft er es, er schafft es zu Quinnie. Und auch seine Frau bekommt er zurück. Endlich können sie miteinander reden und wieder eine Zukunft haben. <<Spoiler

Cover

Es ist schlicht und in einfachen Farben gehalten. Die Schuhe verdeutlichen den Weg, die Pilgerreise. Ich finde, dass Cover passt gut zur Art der Geschichte und zu Harold.

Fazit

Ein etwas anderes Buch. Es verbindet die Gedanken und Entwicklungen einer Pilgerreise mit den Erkenntnissen eines Menschens. Wissen wir nicht alle, dass wir öfter über unsere Gefühle reden sollten, dann würden wir anderen nicht vor den Kopf stoßen, doch oft trauen wir uns nicht oder reagierten total gegenseitig. Dies Verhalten findet man im Buch wieder, aber auch, dass es klingen kann sich zu besser. Sich anderen Menschen zu öffnen, aber auch ihnen zuzuhören.

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

  1. Nadine 3. Mai 2012 / 20:56

    Habe vorher nie was von dem Buch gehört, aber deine Rezi ist wirklich gut geschrieben! Die Geschichte würde mich auch interessieren 🙂

    Gefällt mir

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