[Geplauder] ein Buch über das alle reden?!

Hallo,

in der vergangenen Woche bin ich auf einigen Blogs und auch durch den Verlags-Newsletter auf eine neue Buchreihe aus Amerkia aufmerksam geworden. Shades of Grey von E. L. James, der erste Band erscheint aktuell. Viele reden über diese Reihe, vorallem weil es scheint, dass diese Erotikreihe einen riesen Erfolg in Amerika hatte und bereits bei Amazon einige Vorbestellungen eingegangen sind. Da ich hin und wieder in Erotikbücher reinschnupper hat mich die Reihe gleich interessiert und ja, auch ich habe sie direkt vorbestellt. Laut Amazon ist die Veröffentlichung am 09.07. geplant, aber da ich das Buch bereits heute aus der Packstation holen durfte, wurde wohl alles vorverlegt.

Warum ich diesen Beitrag nun schreibe?! Weil ich heute in unserer Regionalzeitung auf einen Artikel vom Samstag gestoßen bin, der genau von dieser Reihe handelt und ich ihn euch nicht vorenthalten will. Der Artikel scheint neutral zu sein, wirkt auf mich aber ein wenig so, als sei er gegen die Bücher. Umso neugieriger bin ich auf den ersten Band.

 dpa     New York.  Auf dem ersten Platz der US-Bestsellerliste von „Publishers Weekly“ steht der erste Band der Romanreihe. Auf dem zweiten Rang der zweite und auf dem dritten der dritte Teil. Platz vier: der Sammelband mit allen drei Büchern. Zehn Millionen Exemplare wurden allein vom ersten Buch verkauft. Die Rede ist von „Fifty Shades of Grey“, einem Buch, das es vom Internet-Forumseintrag zum Weltbestseller brachte und das selbst „Harry Potter“ in den Schatten stellte. Das Besondere: Die Bücher bieten harte Erotik. Die ersten Geschichten von E. L. James (49) über „Bondage, Dominance, Sadism, Masochism“ (Fesselung, Dominanz, Sadismus, Masochismus) erschienen in einem Internetforum. Als die Texte für deren Leser zu heiß wurden, stellte die Schottin – das E. L. steht für ihren richtigen Namen Erika Leonard– sie auf ihre eigene Website. Ein findiger Verleger veröffentlichte die Story als E-Book für Lesegeräte wie den Kindle.  Nicht einmal ein Jahr später hatte es sämtliche Bestseller überholt. Die Bücher handeln von Anastasia, 21 Jahre alt und noch Jungfrau. Sie trifft den gut aussehenden Milliardär Christian Grey und verfällt ihm. Was folgt, ist das genaue Gegenteil von Blümchensex. Anastasia und Christian probieren so ziemlich alles aus. Oder besser gesagt: Er probiert es an ihr aus. Fesseln, erniedrigen, schlagen. Von der Trilogie wurden allein in den USA und Kanada 15 Millionen Bücher verkauft. In Großbritannien wurden mit den drei Bänden in der vergangenen Woche laut BBC fast zwei Millionen Pfund umgesetzt – mehr als mit den 50 folgenden Romanen der Bestsellerliste zusammen. Dan Brown,  „Harry Potter“ – immer wieder wurden deren Rekorde von einem Buch durchbrochen, das es anfangs nur als Geschichtchen in einem nicht ganz ernst genommenen Forum gab. Und die Filmrechte sind auch längst verkauft. Ein Teil des Erfolgs: E-Books und Lesegeräte. „Frauen können erotische Literatur nun überall auf ihre Kindles, Nooks und iPads laden, ohne dass der muskulöse Schönling mit dem zerrissenen Hemd auf dem Buchdeckel sie verrät“, schrieb die Kolumnistin Maureen Dowd in der „New York Times“. Und in der Tat: Gerade bei den elektronischen Büchern werden Rekorde gemeldet. So war „Fifty Shades“ laut Amazon das erste E-Book, von dem mehr als eine Million gekauft wurden. Es ist längst vorbei mit heimlich. Noch immer weigern sich viele US-Büchereien zwar, das Buch anzubieten. Aber die anderen haben lange Wartelisten. „Pub li shers Weekly“ verzeichnete diese Woche zum ersten Mal einen leichten Umsatzrückgang, doch bis dahin war der Verkauf monatelang immer nur gestiegen, gestiegen,  gestiegen. Und demnächst gibt es auch Nachthemden und Reizwäsche im „Fifty Shades“-Style – wie immer der aussehen mag. In Deutschland bringt Goldmann das erste Buch der Reihe am 9. Juli als „Geheimes Verlangen“ heraus. Bei Amazon ist es auf Platz 1 bei den Vorbestellungen, Goldmann startet mit 500 000 Exemplaren. Ob es auch hier der große Erfolg wird, ist  unklar. Schließlich können Deutsche sich etwas offener mit erotischen Geschichten versorgen als Frauen in den prüden USA, wo das Buch auch gerne als „Hausfrauenporno“ verspottet wird. In den USA wird sonst jedes auch nur ansatzweise obszöne Wort im Fernsehen nicht nur mit einem Piepton überblendet. Es werden dann sogar die Lippen gepixelt – taube Menschen könnten sonst ja den Fluch von den Lippen lesen. Jetzt aber wird in Talkshows offen über harten Sex und Fesselspiele diskutiert – bisweilen noch etwas verschämt oder betont sachlich, aber immerhin. Doch es gibt auch Menschen, die mit dem Buch nichts anfangen können. Auch einer der mächtigsten Männer der Welt ist darunter. Auf die Frage, welcher umstrittene Roman auf den Nachttischen von Millionen Frauen liege, antworte US-Präsident Barack Obama in der Sendung „The View“: „Ich habe keine Ahnung.“ Das Publikum lachte, und Obama fügte – bewusst oder unbewusst – genau das Richtige hinzu: „Ich werde Michelle fragen, wenn ich zu Hause bin.“

Beim Bestellen hatte ich gar nicht auf die Seitenzahl des Buches geachtet und heute beim Auspacken gedacht, oh wie schön dick ist das Buch, laut Amazon 608 Seiten. Ich bin schon wirklich gespannt. Das Cover ist auch sehr interessant, wie bei den Jubiläumsausgaben von Goldmann, hat der Buchdeckel ein Loch und dadurch kann man den Titel lesen. Das Cover selbst fühlt sich irgendwie gummigartig an. Ganz lustig, aber irgendwie scheint es auch Staub anzuziehen.

Ich melde mich auf jeden Fall mit einer Rezi zu diesem Buch zurück.

Viele Grüße
Jennifer

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2 Gedanken zu “[Geplauder] ein Buch über das alle reden?!

  1. Sabine 4. Juli 2012 / 9:56

    Wie lustig, mir gehts ähnlich. Je negativer die Buchbesprechungen sind, umso größer ist mein „Heißhunger“ auf den 1. Band *lach*. Ichwills auf jeden Fall haben, um mir selbst ein Urteil zu bilden und wirklich „mitreden“ zu können!
    Viel Spaß beim Lesen wünsch ich Dir auf jeden Fall 🙂 Und falls Du das Buch nach dem Lesen vertauschen magst, ich melde mich gerne dafür, vielleicht hab ich ja dann was, was Dir besser gefällt! 😉

    Liebe Grüße
    Bine

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    • Jennifer 4. Juli 2012 / 14:44

      danke, die ersten 40 Seiten habe ich mir schon gegönnt und von der erste Seite an fesselt das Buch schon. Ich muss dich leider enttäuschen, wenn mir das Buch wirklich gut gefällt, dann wandert es in mein Bücherregal zu dem sich dann hoffentlich auch die anderen beiden Teile gesellen.
      LG

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