[Rezension] Sex ist verboten

Rezension „Sex ist verboten“ von Tim Parks

 


Autor: Tim Parks

Titel: Sex ist verboten
Jahr: 2012
Verlag: Kunstmann
Seiten: 320
Preis: 19,95 €uro
ISBN: 978-3888977732
Hardcover mit Schutzumschlag

Inhalt (Klapptext)

Sex ist im Dasgupta Institut verboten. Was also macht die unglaublich attraktive Beth Marriot hier? Warum verbringt eine junge Frau, deren unwiderstehliche Vitalität und selbstbewusstes Ego einst auf Eroberung und Ruhm aus waren, jetzt einen Monat nach dem anderen als Helferin im vegetarischen Restaurant eines puristischen Buddhisten-Retreats? Beth bekämpft Dämonen. Eine Folge von katastrophalen Ereignissen hat alle ihre Hoffnungen auf Glück unterminiert. Aus diesem Trauma gibt es für sie nur einen Ausweg: die asketische Strenge einer Gemeinschaft, in der man um vier Uhr morgens geweckt wird, keinen Augenkontakt mit anderen haben, geschweige denn mit ihnen sprechen darf und in der Frauen und Männer streng getrennt sind. Aber Neugier stirbt zuletzt. Als Beth über ein Tagebuch stolpert, muss sie es lesen und fängt an, den Mann zu beobachten, dem es gehört. Und je mehr sie sich nach der Reinheit der schweigenden Priesterin des Retreats sehnt, desto mehr begehrt sie die Priesterin selbst. Sex ist verboten in seinem neuen Roman konfrontiert Tim Parks westlichen Individualismus mit dem buddhistischen Credo, dass das, was wir Selbst nennen, eine unwirkliche Fantasie ist.

Bewertung

„Sex ist verboten“ ein Titel der irgendwie neugierig macht. Absicht?! Wahrscheinlich. Im Original heißt das Buch „The Server“ was so viel wie die Bedienung oder der Diener heißt. Was auch ein sehr passender Titel ist.

Beth ist ins Dasgupta Institut gegangen um an dem 10-tägigen Retreat teilzunehmen. Danach bleibt sie noch weitere acht Monate als Helferin, was eher ungewöhnlich ist, die meisten bleiben nur für ein Retreat als Helfer. Aber sie hat zu kämpfen mit ihrer Vergangenheit und mit den Regeln im Institut. Regelmäßig verletzt sie diese Regel, die Rebellin in ihr kann gar nicht anders. Bereits vor dem Institut hat Beth immer rebelliert. Sie will nicht in das Familien-unternehmen einsteigen, ist lieber Rocksängerin, pflegt sexuelle Beziehung zu mehreren Män-nern.
Als der Leser auf Beth trifft ist sie schon einige Monate im Institut und hat das Gefühl alles verdrängt zu haben, nur der Schmerz will nicht weichen. Als sie nun die Tagebücher von einem der Männer findet und anfängt zu lesen, kann sie sich in den Schmerzen des Schreibers wiederfinden und gibt ihm gedanklich Ratschläge und bemerkt mit der Zeit, dass diese auch für sie gelten.
Gemeinsam mit dem Tagebuchschreiber beginnt sie das Retreat noch einmal. Meditiert viel konzentrierter und gelöst, hört die Lehren von Buddha, versucht diese zu verinnerlichen.

Tim Parks führt den Leser gemeinsam mit Beth an diese fremde Lebenseinstellung/Relgion heran und versucht zu zeigen, wie sich diese in den westlichen Ländern einbinden lässt. Am Ende des Retreat sagt der Leiter zu den Teilnehmern, dass sie nur jene Lehren annehmen brauchen, die sich mit ihrem Leben vereinbaren lässt. Aus keinem ist ein Buddhist geworden. Aber das Meditieren, sich für sich selbst Zeit nehmen, alles bewusster erleben hilft jeden in seinem eigenen Alltag.

 Fazit

Ein spannendes Buch, welches dem Leser die Lehren des Buddha näher bringt. Das eigene Bewusstsein wird geschärft für die eigene innere Wahrnehmung.

Mein lieber Dank geht an das Buch-Magazin, für euch dürfte ich dieses Buch lesen.

 

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