[Rezension] William von Saargnagel und der purpurne Traum

Autor: Alfons Theodor Seeboth
Verlag: Wölfchen Verlag
Jahr: 2013
Seiten: 420
Reihe: ja, 1 von 14 (glaub ich)
ISBN: 978-3943406252
Preis: 16,90 €uro

 

Inhalt (Klapptext)

William wusste schon immer, dass er anders war als die anderen Kinder seines Alters. Wie anders, erfährt er, als sich ihm die kleine Drachendame Nildani offenbart, die viele Jahre in einem Kettenanhänger um seinen Hals schlief. Sie führt ihn in eine Welt voller Magie und hochmoderner Technologie. Als William von ihr erfährt, dass er ein Druide ist und auf eine magische Schule gehen muss, beginnt für die beiden ein Abenteuer, von dem William nie zu träumen gewagt hätte. Zusammen mit Nildani findet er endlich seine Familie, bestreitet sein zusätzliches Dasein als Werwolf und schafft es, sich als zukünftiger Graf von Saargnagel zu etablieren. Doch auch das Dunkle aus Williams Vergangenheit greift um sich.

Meine Meinung

Als ich dieses Buch über Blogg dein Buch erhielt hatte ich bisher wenig darüber gehört oder gelesen. Auch der Text auf der Rückseite des Buches verhieß nur, dass eine Geschichte sein kann, die ich gerne lesen würde. Mit der ersten Seite hat mich das Buch direkt gefangen. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und angenehm zu lesen. Keine sperrigen Wörter oder verschachtelte Sätze stören den Lesefluss. Ich flog nur so durch die ersten Seiten.
Die Geschichte um William spielt in Deutschland. Es könnte heute aber auch vor zehn Jahren gewesen sein. Der Autor gibt keine Hinweise auf den genauen Zeitpunkt, dadurch kann das Buch aber auch in ein paar Jahren noch gelesen werden ohne veraltet zu wirken.

William ist ein augeweckter fast 10-jähriger Junge, der wesentlich reifer wirkt. Er hat es bei seinen Pflegeeltern nicht leicht und wünscht sich in eine liebevollere Umgebung. Mir war William dirket sympathisch. Nildani ist Williams Begleiterin, obwohl sie viele Jahre in ihrem Ei schlief scheint sie vieles mitbekommen zu haben und vieles zu wissen, was sie selbst nicht erlebt hat. So führt sie William in die magische Welt.
Beide entwickeln eine tiefe Freundschaft, die sie aus vielen gefährlichen Situationen rettet und beide stärkt.

Mir gefällt die magische Welt, die vom Autor geschaffen wurde, sehr gut. Es gibt Magier, Hexen, Zauberer, Druiden, Greife, Drachen, Einhörner, Werwölfe und und und. Fast alle Fabel- und magische Wesen sind vertreten. Jedes Volk oder jede Gruppe hat ihre eigenen Regeln und gemeinsam mit William werden dieses erkundet. Manchmal ging es mir leider zu schnell. Als William in der Schule aufgenommen wird und der Unterricht beginnt gibt es leider nur wenige Einblicke in die Stunden. Und wenn es was zu lernen gibt kann er es meistens direkt. Dies ist einer der negativen Punkte, die mich sehr stören. William scheint in allem ein Naturtalent zu sein, fast alles glückt ihm sofort und wenn doch mal was daneben geht ist er sofort schlecht gelaunt. Auch finde ich schade, dass er so wenig grübelt. Da wird er in eine neue Welt geworfen und akzeptiert diese fast sofort. Alles Neue wird direkt hingenommen.
Der Autor hat versucht, durch Streiche, die in der Schule gespielt werden und für die William fälschlicherweise die Schuld bekommt, Schwierigkeiten einzubauen. William wird ungerecht behandelt, er ist wütend, aber nimmt die Strafen hin und versucht nun herauszufinden, wer dafür verantwortlich ist. Aber so richtig kommt das nicht rüber. Ich hätte es besser gefunden, wenn diese Streiche eine nicht so große Rolle gespielt hätte und William mehr über die neue Welt nachgedacht hätte.

Langeweile kam beim Lesen nicht auf. Die Situationen wechselten, sobald eine Station beendet wurde. Neue Charaktere wurden eingeführt, dass ich zwischenzeitlich doch ein paar Zuordnungsprobleme bekam, eine Liste der Personen zu Beginn wäre hier sehr hilfreich.

Am Ende muss ich noch anführen, dass mich vieles an Harry Potter erinnert hat. Laut Amazon ging es nicht nur mir so. Für mich ist dies aber kein Kritikpunkt, ich liebe Harry Potter und die magische Welt. Alle Geschichten um junge magiebegabte Menschen, die auf eine magische Schule gehen werden an Harry Potter erinnern. Aber wenn die Geschichte in sich gut ist und immernoch neue Ideen aufweist finde ich Paralellen nicht schlimm.

Fazit

Eine spannende Kinder- und Jugendgeschichte, die auch Erwachsene fessel kann. Der Leser wird in eine neue magische Welt geführt, die viel Spannung, Freundschaft und Liebe zu bieten hat. Wenn William noch ein wenig kritischer und die Einführung neuer Personen langsamer und detaillierter wäre, hätte dieses Buch mein Highlight 2013 werden können. Nichts desto trotz eine wunderbare Lektüre und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.

4 Sterne

Mein herzlicher Dank gilt Blogg dein Buch und dem Wölfchen Verlag!

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