[Rezension] Mit zwei Pampelmusen auf den Himalaya

Mit zwei Pampelmusen auf den Himalaya von Tina Wolf

 

Autorin: Tina Wolf
Titel: Zwei Pampelmusen auf den Himalaya
Verlag: Heyne
Jahr: 2014
Seiten 384
Preis: 8,99 €uro
ISBN: 978-3-453-41150-0
Taschenbuch

Inhalt (Klapptext)

Lisa ist ein Glückspilz. Die leicht chaotische Fotografin hat ein florierendes Studio in Hamburg, zwei tolle beste Freundinnen, und sie ist mit ihrer großen Liebe Bob verheiratet. Fehlt nur noch eins zum großen Glück: ein Baby. Aber das klappt einfach nicht. Lisa klemmt sich hinter das Projekt – der Himalaya ist ja auch bezwungen worden! Doch irgendwann verliert sie dabei Bob aus den Augen, und als er ihr eines Tages wegläuft, muss sie einsehen, dass im Leben nicht immer alles glattläuft …

Meine Meinung

Im vergangenem Jahr habe ich bereits „Kein Kind ist auch (k)eine Lösung“ von Tina Wolf gelesen. Die Autorin schafft es eine Thematik, die emotional schwierig sein kann, wortgewand und einfühlsam aufzugreifen. Auch wenn ich mich nicht direkt angesprochen fühle, weder tickt meine innere Uhr noch bin ich ein allzu großer Baby-Fan, nimmt mich ihre Geschichte mit und lässt mich mitfühlen.

Lisa ist eine sympathische Frau, Mitte/Ende dreißig, die sich ein schönes Leben aufgebaut hat. Kinder möchte sie schon haben, aber noch ist Zeit, bis ihre innere Uhr anfängt zu ticken. Sie wird emotional, wenn sie Babys sieht, überall sieht sie nur noch Schwangere und ihre Eltern und Schwiegereltern sprechen sie auch ständig darauf an. Die lange Zeit und die vielen erfolglosen Versuche schwanger zu werden, zermürben sie. Lisa ist ein Mensch, der viel über seine Gefühlswelt redet und sich auch immer jemanden zum Reden sucht. Bob liebt seine Lisa und wünscht sich auch Kinder, doch über den passenden Zeitpunkt macht er sich wenig Gedanken. Er ist ein Mensch, der vieles mit sich aus macht und gerne der starke Mann an Lisas Seite ist. So sehr sich die beiden auch lieben, nach den vielen Fehlversuchen sind beide emotional sehr angeschlagen und geraten dadurch aneinander.

Vera und Kiki sind sehr gegensätzliche Freundinnen und doch braucht Lisa diese beiden. Vera mit ihren Kindern, die Lisa auch zeigt, wie ein Familienleben sein kann. Und Kiki, die einfach noch nicht ihren Platz gefunden hat und durch ihre Sprunghaftigkeit Lisa die amüsanten Dinge im Leben zeigt. Dann gibt es noch den schwulen Therapeuten Max, mit dem Lisa wirklich über alles reden kann.

Zum Ende möchte ich natürlich nichts sagen, aber ich finde es gut gelungen und auch sehr realistisch. Achtung! Nur lesen, wenn ihr euch sicher seit: Wunder gibt es immer wieder, aber ein Happy End mit Schwangerschaft gibt es in solchen Fällen nur selten.

Fazit

Ein leicht zu lesender Roman mit viel mehr Tiefer als der gemeine Leser von Frauenliteratur erwartet. Für alle, die eine leichte Paranoia gegen Babybäuche habe, ist dies wahrscheinlich nicht das Richtige. Aber für alle mit Sinne für Freundschaft, Liebe und den Unwegsamkeiten des Lebens eine ansprechende Unterhaltung.

3 halbe SterneIch danke Tina Wolf und dem Heyne Verlag ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

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